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| Interaktion und Kontrolle mehrerer Benutzer | ||||||||||||||
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Wahrnehmung und Handlung des Menschen sind über die Umwelt miteinander verbunden. Die Umwelt setzt sich aus einem physikalischen und einem sozialen Teilbereich zusammen, wobei der Großteil der bisherigen Untersuchungen zur Wahrnehmung und Handlung sich auf den physikalischen Teil der Umwelt konzentriert haben. Kommunikation und Interaktion mit der sozialen Umwelt sind jedoch für ein normales Funktionieren eines Individuums äußerst wichtig. Es ist unstrittig, dass die Wahrnehmung sowohl der Kommunikation wie auch der Interaktion mit Anderen dienlich und somit für ein Individuum im sozialen Kontext von großer Bedeutung ist. Es wird weiterhin angenommen, dass das menschliche Wahrnehmungs- und Handlungssystem sich auch gemäß den Anforderungen von sozialer Interaktion und Austausch mit Anderen entwickelt hat. Während der sozialen Interaktion werden einige „spezielle“ Fertigkeiten benötigt, welche bei der Interaktion mit der physikalischen Umwelt kaum eine Rolle spielen. Menschen müssen beispielsweise die Handlungen und Handlungsziele ihrer Mitmenschen erkennen. Sie müssen in der Lage sein, innere Zustände wie Emotionen, Überzeugungen und Absichten wahrzunehmen und die Fortführung einer laufenden Handlung vorhersagen zu können. Menschen müssen zudem ihre Aufmerksamkeit und Handlungen untereinander koordinieren, wenn sie in enge Interaktionen treten. Allein die Häufigkeit und Fülle der sozialen Information legt nahe, dass das Wahrnehmungssystem für die Verarbeitung sozialer Information auf spezialisierte Prozesse zurückgreift. Innerhalb dieses Themengebietes untersuchen wir a) Fragen zur Koordination zwischen Individuen, b) Einflüsse auf die Wahrnehmung durch die Anwesenheit von Anderen, und c) das Vorliegen potentieller Spezialprozesse zur menschlichen Interaktion. ◘ Interaktion mehrerer Benutzer
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Interaktion und Kontrolle mehrerer Benutzer Kollaborativer Transport und gemeinsamer Körper: Alle Menschen haben ein Gefühl über die Ausmaße ihres eigenen Körpers (Körperschema), das ihnen hilft sich durch die Umwelt zu bewegen. Daher bücken sich große Menschen, wenn sie durch einen niedrigen Türrahmen hindurch wollen, und enge Durchgänge werden seitwärts passiert. In diesen Untersuchungen gehen wir der Frage nach, wie flexibel ein solches Körperschema ist, und ob ein integriertes Körperschema (joint body) nach ausgedehnter Kooperation entstehen kann, das einen anderen Menschen mit einschließt. Dazu müssen im Experiment mehrere Paare eine Bahre durch eine virtuelle Umgebung tragen. Der Einzelne ist somit im festen Abstand mit seinem Partner verbunden. Die Laufwege der Paare werden dann mit den Laufwegen einzelner Personen verglichen. Aufmerksamkeit und visuelle Suche: An vielen Beispielen kann man beobachten, wie Menschen und Tiere ihr Verhalten koordinieren um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Diese Koordinierung ist bei vielen Arten von zielgerichteten Verhalten gezeigt worden, es ist jedoch gegenwärtig nicht bekannt, ob Koordination auch bei Verhaltenweisen wie Nahrungssuche und visueller Suche von Gruppen auftritt. Hier untersuchen wir, ob zwei Personen in einer Standardsuchaufgabe eine regelhafte räumliche Aufteilung des Suchgebiets vornehmen und entsprechend ihre Aufmerksamkeit gezielt darauf lenken. Durch Instruktion wird dabei entweder ein kompetitiver, kollaborativer oder neutraler Aufgabencharakter hergestellt, während die verbale Kommunikation nicht gestattet ist. Lernen zu Zweit und von Anderen: Manuelle und motorische Aktivität unterstützt oftmals die Wiedererkennung und das Lernen. Hier fragen wir uns, ob Menschen einen vergleichbaren Vorteil für das Lernen ziehen, wenn sie Anderen bei deren motorischen Handlung zusehen. Wir verwenden ein Objektwiedererkennungsparadigma und vergleichen die Wiedererkennungsrate von Objekten nach Eigeninspektion zu der nach Fremdinspektion. Zusätzlich untersuchen wir die Frage, welchen Einfluss es auf das Lernen hat, wenn zwei Individuen versuchen durch simultane Inspektion unbekannte Gegenstände zu lernen. Dynamische Kontrolle: Die Kontrolle von dynamischen Systemen stellt für Menschen eine besondere Herausforderung dar. Kann die Kontrolle eines dynamischen Systems durch Kollaboration vereinfacht werden? In einer dynamischen Balance-Aufgabe untersuchen wir die Strategien, welche während der gemeinsamen Kontrolle verwendet werden, und inwieweit die Reaktionen der Teilnehmer wechselseitig vom Verhalten ihrer Partner abhängen.
GEFÖRDERT DURCH:
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PROJEKTLEITER |
BETEILIGTE ◘ Stephan Streuber ◘ Eva Klett |
EINRICHTUNGEN ◘TrackingLab |
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