Das sind die Grantees 2026

Neun Mal hat der Europäische Forschungsrat (ERC) Starting Grants an die Max-Planck-Gesellschaft vergeben, vier davon an Forscherinnen

3. September 2026

Sie erforschen CO2-Märkte und Unternehmensklimaziele, haben 3D-Technologien entwickelt, die den Rückbau des Fukushima-Reaktors ermöglichten, sie untersuchen, wie Tiere den dreidimensionalen Raum wahrnehmen und sich darin orientieren, oder wollen verstehen, wie ungewöhnliche Krebsarten bei Herzmuscheln entstehen.

Neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft haben am 3. September 2026 die mit je 1,5 Millionen Euro dotierten Starting Grants für ihre Arbeiten erhalten. Mit den Starting Grants fördert der Europäische Forschungsrat vielversprechende Forscherinnen und Forscher, die am Beginn einer unabhängigen Forschungskarriere stehen. Die Fördermittel, die im Jahr 2026 insgesamt 705 Millionen Euro betragen werden, helfen diesen, ihre eigenen Teams aufzubauen und kreative Ideen in allen Disziplinen umzusetzen.

In diesem Jahr gingen europaweit 4807 Anträge beim ERC ein, 421 wurden bewilligt. Das entspricht einer Erfolgsquote von neun Prozent. Mit neun bewilligten Grants belegt die Max-Planck-Gesellschaft im europäischen Vergleich den vierten Platz nach der Universität Zürich und der Universität Kopenhagen mit jeweils 10 Grants. Auf dem ersten Platz liegt wie in den Vorjahren der französische CNRS mit 19 Grants gefolgt von der Helmholtz-Gemeinschaft mit 11 Grants.

Neben der allgemeinen Förderquote ist auch die von Forscherinnen europaweit leicht zurückgegangen: Dieses Jahr sind 41 Prozent der gesamten Zuschüsse an Wissenschaftlerinnen vergeben worden, im Vergleich zu 42 Prozent im Vorjahr. Bei Max-Planck liegt der Anteil geförderter Wissenschaftlerinnen bei 44 Prozent. 

Die diesjährigen ERC Starting Grants gehen an:

Chemie, Physik und Technik

  • Thomas Leimkühler, MPI für Informatik
  • Stephanie Möllmert, Max-Planck-Zentrum für Physik und Medizin
  • Fabian Voigt MPI für die Physik des Lichts
  • Yiting Xia, MPI für Softwaresysteme

Biologie und Medizin

  • Philipp Brand, MPI für Hirnforschung
  • Alicia Bruzos, MPI für marine Mikrobiologie
  • Romy Lorenz, MPI für biologische Kybernetik
  • Andrija Sente, MPI für molekulare Physiologie

Geistes- und Sozialwissenschaften 

  • Benedict Probst, MPI für Innovation und Wettbewerb
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